RASTER

FILM AUFNAHMEN
Oktober 2018 bis Februar 2019
Andorra la Vella / Andorra
Monaco / Monaco
Stadt San Marino / San Marino
Vaduz / Lichtenstein
Valletta / Malta
Helsinki / Finnland
Stockholm / Schweden
Lavangnes / Norwegen
2018
Amsterdam - Goethe-Institut Amsterdam
Luxemburg - Tessy Fritz und Villa Kunterbunt
2017
WIEN - Deutsche Botschaft
PARIS - Heinrich Heine Institut
2017
MARSEILLE - Goethe-Institut Marseille
LYON - Goethe-Institut Lyon
2016
ZÜRICH - Jeanine Ebnöther Trott und Anne Wiltafsky

FILM PROJEKTIONEN IM ÖFFENTLICHEN RAUM
2019
Feb: Snowscreen in Lavangnes
Jan: Am Eigelstein Hotel Savoy, Köln
Ganzjährig: ehemaliges Schauspielhaus, Wuppertal
2018
Dezember: Friche La Belle De Mai, Marseille
November: Europa-Haus, Oberhausen
Oktober; ab 28. Am Eigelstein Hotel Savoy, Köln
September: 20.-24.: Galerie Gublia, Essen im Rahmen der Spookymental
März: Kultur-Liebfraun-Kirche Duisburg im Rahmen der Duisburger Akzente
Ganzjährig: ehemaliges Schauspielhaus Wuppertal
2017
Dezember: ehemaliges Schauspielhaus Wuppertal
November: Kultur-Liebfraun-Kirche Duisburg

FÖRDERUNG
Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen
NRW Kultursekretariat Wuppertal
Stadt Essen Kulturbüro
Büro für Interkultur Oberhausen
Duisburger Akzente
Goethe-Institut Amsterdam
Tessy Fritz und Villa Kunterbunt
Deutsche Botschaft
Heinrich Heine Institut
Goethe-Institut Marseille
Goethe-Institut Lyon
Jeanine Ebnöther Trott und Anne Wiltafsky Kuhschule

Blanca Noguerol Ramirez / Spanien

Andrey Berezin / Russland

Franko Schmidt / Deutschland

Tsai-Wei Tien / Taiwan

Iker Arrue / Spanien

Charlotte Virgile / Frankreich

Jean Guillaume Weis / Luxemburg

Yendi Nammour / Österreich

Förderung

Logo Essen

Medienpartner

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Jan Möllmer / Deutschland

Chrystel Guillebeaud / Frankreich

Mark Sieczkarek / Schottland

Michael Carter / Australien

Eva Pageix / Frankreich

Tsai-Chin Yu / Taiwan

GRIDS
Grids are used everywhere: Cartographers use grids to provide orientation, investigators use grids to find suspects, surveyors put them across a landscape and in communication, too, we use grids to classify people and social fabrics. All these activities have one thing in common: We want to conceive, understand and explain the world in order to find orientation.

The “Grid” project exactly uses these elements both playfully and systematically. It makes places of a city visible, but the method of realization is questioned.

EU
In 2018, the European Union has 27 member states. One member state has just left and conflicts with other member states are flaring up. There seems to be a re-mapping and a re-classification. For many years people sought open borders, but now these borders all along and within the EU should become visible again.

CITIES
The capital of each country will be videotaped. They are in the “cross hairs” of the GRID. How long will these places exist in a community that is subject to constant change but doesn’t want to change?

PLACES
100 places of each city will be videotaped. Although these places seem to be randomly selected there is an underlying strict arrangement. There is a predefining invisible grid. The actors systematically designate one place each in a grid square. All charted places are equivalent and equally ranking.

THE SIGN SYSTEM
The actors use a symbolic language that is similar to sign language.
For those who don’t know the symbols they will always be gestures attracting permanent attention and remaining mysterious. By trying to decipher them it may lead to understanding them, or maybe not.

DANCE AS A MEDIUM
Dance is a universal medium of communication. Dance expresses feelings, and uses the choreography and given constellations to make social interaction and social fabrics visible. Dance is something individual. Therefore, dance is the perfect medium to portray places: Each dancer keeps his/her individual expression thus taking account of the diversity of all human beings. Each spectator can potentially understand the expressions as the dancing movement goes beyond clearly defined signs. The arrangement of the dancers in the films clearly shows that they have the ability to capture and to portray - in many ways in a manifold Europe. However, with which legitimacy? It is anyone’s guess.

THE VIDEOS
An imaginary network is laid across the city. In each grid square a place is selected. At each place a film is made: The camera captures a clearly defined clip, the shot needs no adjustment. Actors appear and disappear. Based on a sign system they designate the area, showing longitude and latitude of the place they are at the moment.

PRESENTATION OF THE VIDEOS
With the use of a beamer, the films will be shown publically on the façades.

THE IDEA BEHIND IT
GRID maps the city. Gracefully, playfully, staged. GRID records the city. Each place can be found again. It is very transparent. However, the transparency remains ambivalent. Only those persons who think they understand the ambiguous sign system can find orientation in the world, right?
The grid method remains just as ambivalent, too. Only those points in the grid square that are looked at, are visible. Whoever falls through the grid or slips through it, remains invisible. It remains a fragmentary attempt in comprehending that finds itself subject to constant change.

NETWORK
The intention is to put a wide-meshed grid across Europe. At the end there is the “world in the grid”. And particularly because GRID uses sign systems that are for almost everybody incomprehensible, everybody can understand it - as a visual impression showing places in Europe and all over the world and questioning realization as such.

THE ACTORS
The protagonists in the films are dancers who visually dance a symbolic network of capital cities.

 

RASTER
Überall arbeiten wir mit Rastern: Kartographen nutzen Raster, um Orientierung zu bieten, Fahnder, um Verdächtige zu finden, Vermesser legen sie über die Landschaft und auch in der Kommunikation legen wir Raster auf Menschen und soziale Gefüge, um sie einordnen zu können. Das immer gleiche Ziel: Wir wollen die Welt erfassen, sie verstehen und verständlich machen, um uns zu orientieren und zurecht zu finden.
Das Projekt „Raster“ arbeitet mit genau diesen Elementen. Spielerisch und systematisch. Es macht Orte einer Stadt sichtbar und stellt doch die Methode des Erfassens in Frage.

DIE EU
Im Jahr 2018 hat die Europäische Union 27 Mitglieder. Eines ist gerade ausgetreten, mit anderen lodern Konflikte. Allem Anschein findet eine Neu Kartierung und -Orientierung statt. Jahrelang wurde von Menschen eine Grenzöffnung angestrebt, dann wurden die Grenzen innerhalb Europas wieder sichtbar und jetzt pochen doch wieder viele auf den grenzoffenen Schengenraum.

STÄDTE
Diese liegen im `Fadenkreuz´ von RASTER. Wie lange haben diese Orte bestand in einer Gemeinschaft, die in einem ständigen Wandel ist und sichdoch nicht verändern möchte.

DIE ORTE
100 Orte in jeder Stadt werden filmisch aufgenommen. Die Orte sind scheinbar willkürlich gewählt, folgen aber einer strengen Ordnung. Ein nicht sichtbares Raster gibt sie vor. Darsteller bezeichnen systematisch jeweils einen Ort in jedem Planquadrat. Die erfassten Orte stehen gleichwertig und -rangig nebeneinander.

DIE FILME
Ein imaginäres Netz legt sich über die Stadt. In jedem Planquadrat wird ein Ort ausgewählt. An jedem Ort entsteht ein Film: Die Kamera fängt einen klar definierten Ausschnitt ein, die Einstellung bleibt statisch, Darsteller erscheinen und verschwinden. Mit einem Zeichensystem bezeichnen sie den Ort, zeigen Längen- und Breitengrad des Punktes an, an dem sie sich gerade befinden.

DAS ZEICHENSYSTEM
Die Darsteller sind Tänzer. Sie bedienen sich einer Zeichensprache, die der Gebärdensprache ähnlich ist. Für die, die das Zeichensystem nicht kennen, bleiben es Gesten, die permanent Aufmerksamkeit auf sich ziehen und rätselhaft bleiben. Der Versuch der Entschlüsselung kann zum Verstehen führen, oder auch nicht.

MEDIUM TANZ
Tanz ist universell-verständliches Kommunikationsmedium. Tanz drückt Gefühle aus und macht über die Choreographie und die angeordneten Konstellationen soziale Interaktion und Gefüge sichtbar. Tanz ist individuell. Deshalb ist der Tanz das ideale Medium, um die Orte zu bezeichnen: Jeder Tänzer behält seinen individuellen Ausdruck bei und trägt der Unterschiedlichkeit jedes einzelnen Menschen Rechnung. Der Ausdruck ist für jeden Betrachter potentiell verständlich, da die tanzende Bewegung über die klar definierten Zeichen hinausgeht. Die in den Filmen inszenierte Anordnung der Tänzer macht deutlich, dass sie die Erfassungs- und Bezeichnungsmacht haben. Auf vielfältige Weise in einem vielfältigen Europa. Doch mit welcher Legitimation sei dahin gestellt.

DIE IDEE DAHINTER
RASTER kartografiert die Stadt. Anmutig, verspielt, inszeniert. RASTER erfasst die Stadt. Jeder Orte kann wieder gefunden werden. Ganz transparent. Doch die Transparenz bleibt zwiespältig. Nur der, der sich missverständliche Zeichensysteme meint aneignen zu können, kann sich in der Welt zurecht finden: Oder?
Genauso zwiespältig bleibt die Methode des Rasters. Nur die Punkte im Planquadrat, die in den Blick genommen werden, sind sichtbar. Wer durch das Raster fällt oder ihm entschlüpft, bleibt unsichtbar. Es bleibt ein lückenhaftes Bemühen um das Erfassen eines Zustandes, der sich in stetigem Wandel befindet.

DIE VERNETZUNG
Ein grobmaschiges Netz soll sich über Europa legen. Am Ende steht „Europa im Raster“. Und gerade weil RASTER mit Zeichensystemen arbeitet, die für fast alle unverständlich bleiben, ist es für jeden verständlich. Als visueller Eindruck, der die Orte Europas, der Welt zeigt und das Erfassen selbst in Frage stellt.

DARSTELLER
Die Protagonisten in den Filmen sind TänzerInnen, die eine zeichenhafte Vernetzung visualisieren.ht verändern möchte.

TANZ
Andrey Berezin / Russland
Blanca Noguerol Ramirez / Spanien
Charlotte Virgile / Frankreich
Chrystel Guillebeaud / Frankreich
Franko Schmidt / Deutschland
Iker Arrue / Spanien
Jan Möllmer / Deutschland
Jean Guillaume Weis / Luxemburg
Mark Sieczkarek / Schottland
Michael Carter / Australien
Eva Pageix / Frankreich
Tsai-Wei Tien / Taiwan
Tsai-Chin Yu / Taiwan
Yendi Nammour / Österreich

CHOREOGRAFIE
Kai Fobbe
Mark Sieczkarek

KAMERA
Kai Fobbe
Steffen Bohn

TÄNZER KOORDINATION
Jan Möllmer

2017
ORT TANZAUFNAHMEN

Double C Wuppertal